In einem kampfbetonten Spiel gegen den auswärts noch unbesiegten Tabellennachbarn waren wir die erste halbe Stunde überlegen, ohne zu klaren Torchancen zu kommen. So musste erneut ein Standard von unserem Spezialisten Leon Schehl herhalten, um mit einem direkt verwandelten Eckball zum 1:0 zu kommen (27. Minute). Danach wurde Rodenbach stärker und drängte uns in die Defensive, kam aber gegen unsere an diesem Tag stabile Abwehr kaum zu nennenswerten Torgelegenheiten. Es entwickelte sich ein nicht sehr hochklassiges Spiel ohne spielerische Höhepunkte, kaum gefährlichen Torraumszenen, wenig durchdachten Spielzügen und technischen Feinheiten, aber umso mehr harten Zweikämpfen und hohem kämpferischen Einsatz beider Mannschaften. Dieser Abnutzungskampf mit leichter Überlegenheit der Gäste setzte sich zunächst auch nach der Pause fort. Die Gäste drückten auf den Ausgleich, unsere kompakt stehende Mannschaft ließ sie aber kaum zur Entfaltung kommen. Nach einer Stunde drehte sich das Spiel mehr und mehr zu unseren Gunsten. Rodenbach lockerte seine Defensive, wir bekamen das Spiel besser in den Griff und kamen insbesondere in den letzten 15 Minuten zu einigen klaren Torchancen, die wir aber nicht zum entscheidenden zweiten Treffer nutzen konnten. So mussten wir bis zum Schlusspfiff der gut leitenden Schiedsrichterin zittern, um diesen eminent wichtigen Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen. Damit haben wir die erste Aufgabe der 3er-Heimspielserie gegen einen starken Gegner gemeistert und können uns auf den hoffentlich zweiten Streich im Topspiel am Freitagabend gegen den souveränen Tabellenführer SV Hermersberg freuen.
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Wieder ein Standardtor des Experten
SC Hauenstein schlägt in Fußball-Landesliga SV Rodenbach mit 1:0
Nach drei Spielen mit nur zwei Zählern sicherte Leon Schehl mal wieder drei Landesliga-Punkte für den SC Hauenstein, der nach hartem Kampf den SV Roden-bach mit 1:0 schlug.
Wenn aus dem Spiel nichts geht, muss eben eine Standardsituation helfen. Das dachte sich wohl auch Hauensteins Innenverteidiger, der am Samstag in der 27. Spielminute zum wiederholten Mal einen Eckball direkt verwandelte. „Ich kann wirklich nicht sagen, ob da noch einer dran war“, kommentierte Schehl die Szene. Zu-mindest sah es für die meisten der 200 Zuschauer nicht danach aus. So rettete Schehl zum dritten Mal in den letzten vier Partien seiner Mannschaft wichtige Punkte. In Steinbach traf der schussgewaltige Schwanheimer nach 88 Minuten zum 3:3-Endstand.
Zwei Wochen später war es sogar die 90. Minute, als Schehl per Freistoß zum 2:2 in Meisenheim einschoss. Dieses Mal ließ der Rechtsfuß nicht so lange warten. Nach starkem Beginn, aber wenigen zählbaren Torgelegenheiten traf er bereits in der ersten Hälfte. „Am Ende war es eine Sache des Willens. Alle haben kämpferisch eine starke Leistung abgerufen. Nach bis-her zwei Heimniederlagen wollen wir ab jetzt zu Hause keine Punkte mehr liegenlassen“, sagte Schehl, der mit seinem Team am kommenden Freitag im zweiten Heimspiel in Serie Tabellenführer SV Hermersberg erwartet.
Fast wäre Hauenstein der Doppelschlag geglückt. Nur eine Minute nach dem 1:0 bediente Neuzugang Finn Kettenring mit einem schönen Pass Rechtsaußen Tim Keiser. Der schoss allerdings allein vor dem Tor Gästekeeper Maurice Marx an. Keisers Nachschuss wurde von einem Gegenspieler abgeblockt. Keiser, der mit Achillessehnenbeschwerden in die Partie gegangen war, musste nur drei Minuten später verletzt vom Feld. Für ihn kam Anesu Chagonda. Der musste allerdings nach 74 Minuten wieder vom Platz. Eine nachvollziehbare Maßnahme, da der Angreifer kurz vor der Roten Karte stand.
Rodenbach sah sich eine halbe Stunde weitgehend in die Defensive gedrängt. Nach 34 Minuten glückte dem SVR aber mit der ersten gefährlichen Aktion nach einer Ecke ein Tor, das allerdings wegen eines Fouls an Torwart Hendrik Gräfe nicht anerkannt wurde. In der zweiten Hälfte spielte Rodenbach lange überlegen, ohne allerdings die klare Torgelegenheit herauszuspielen. Einen Freistoß von Elias Rheinheimer lenkte Torwart Gräfe an den Außenpfosten. Die Rodenbacher haderten mit einigen Entscheidungen von Schiedsrichterin Leonie Dimitrov, die aus ihrer Sicht zu ihren Ungunsten ausfielen. In der letzten Minute der Nachspielzeit schickte sie den zu heftig reklamierenden Tadgh Howard mit Rot vom Feld.
„Rodenbach hatte auch seine Momente, und einige Schiedsrichterentscheidungen fielen zu unseren Gunsten aus. Aber natürlich hätten wir den Sack früher zumachen müssen“, sagte Hauensteins Trainer Philipp Weishaar. In der Tat vergab der Sportclub in den letzten zehn Minuten zwei Riesenchancen. Der eingewechselte Kipling Thomas, der das Spiel sichtlich belebte, bediente zuerst mustergültig Sebastian Stanjek. Der Routinier scheiterte aber ebenso an Torwart Marx wie Thomas eine Minute später selbst nach schöner Vorlage von Stanjek. „Trotzdem war es auch mal wichtig, so ein 1:0 nach Hause zu bringen“, bilanzierte der sportliche Leiter des SCH, Björn Hüther. Das Schlusswort sprach Trainer Weishaar: „Wir sind zufrieden. Aber gegen Hermersberg müssen wir weiter zulegen.“
Quelle: Rheinpfalz, Pirmasenser Ausgabe vom 05.10.2026 von Peter Seibel


