Erste Heimpunkte – Knapper 2:1-Sieg gegen den SV Morlautern

Der ambitionierte Fußball-Landesligist SC Hauenstein tut sich weiter schwer, auch wenn nach zwei Auftaktniederlagen nun mit dem 2:1 (1:1) gegen den Tabellenletzten SV Morlautern der zweite Sieg in Folge gelungen ist.
Hauensteins Routinier Sebastian Stanjek nahm nach der Partie kein Blatt vor den Mund. „Wir betreiben einen Riesenaufwand, um ein Tor zu schießen, und hinten bekommen wir einfache Gegentreffer. Die mannschaftliche Geschlossenheit fehlt aktuell ein wenig“, sagte der 37-Jährige. In der ersten Hälfte vergab der Sportclub vor 180 Zuschauern vier sehr gute Möglichkeiten. Finn Kettenring, zweimal Christof Seibel und Leon Schehl mit einem sehenswerten Weitschuss verpassten mögliche Treffer. In der Folge passten die Raumaufteilung und die Umschaltbewegung allerdings mehrfach nicht. Morlautern spielte durchaus nicht wie ein Tabellenletzter und besaß im ersten Durchgang auch zwei gute Gelegenheiten. Stanjek: „Unsere Feldgröße passt im Moment nicht. Wir haben einfach nicht gut gespielt.“
Der Ex-Oberligaspieler war am Samstag einer der Besseren im SCH-Team. Er köpfte in der 33. Minute nach einem von Schehl scharf auf den kurzen Pfosten gezogenen Freistoß das 1:0. Wer geglaubt hatte, dass das Hauensteiner Spiel in der Folge klarer werden würde, sah sich getäuscht. Gewissermaßen mit dem Halbzeitpfiff spazierte der Lauterer Nima Shams durch die ungeordnete SCH-Defensive und traf zum Ausgleich.

Hauenstein hatte seine Startelf im Vergleich zur vorausgegangenen Partie in Rieschweiler auf vier Positionen verändert. Für den erkrankten Noel Kästner, Jan Keiser, Anesu Chagonda und Matthias Seibel standen Dennis Wegmann, Bastian Skorski, Tim Keiser sowie der zuletzt privat verhinderte Co-Spielertrainer Christof Seibel beim Anpfiff auf dem Rasen. Christof Seibel war es auch, der in Zusammenarbeit mit Stanjek für das Siegtor sorgte. Stanjek luchste an der Mittellinie SVM-Verteidiger Wilson Rodolfo den Ball ab und schickte den startenden Seibel auf die Reise. Der machte es besser als in Halbzeit eins und traf mit links ins rechte Toreck.

Ganz zufrieden war der Co-Trainer nach dem Spiel aber nicht: „Die drei Punkte waren das Hauptziel, und das haben wir erreicht. Die Art und Weise könnte natürlich besser sein. Wir hätten früher nachlegen müssen. Das war noch nicht das, was wir uns vorstellen.“ Die Morlauterer agierten in der zweiten Hälfte mindestens ebenbürtig und hätten, wenn sie beim Ausspielen ihrer Möglichkeiten entschlossener vorgegangen wären, eine Überraschung schaffen können. Dementsprechend haderte SVM-Coach Marc Groß nach dem Spiel. „Da war heute wesentlich mehr drin. Aber wir belohnen uns einfach nicht und produzieren dann auch noch Fehler wie vor dem 2:1 für Hauenstein“, sagte Groß und fügte hinzu: „Wir hatten vor der Runde einen riesigen Umbruch. Aber wir werden von Spiel zu Spiel besser.“

Quelle: Rheinpfalz, Pirmasenser Rundschau vom 24. August 2026 von PETER SEIBEL

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