Sieg im Pokal-Lokalderby beim ASV Lug/Schwanheim

Nicht weit von der Verlängerung entfernt

Der SC Hauenstein gewinnt das mit Spannung erwartete Verbandspokal-Erstrundenderby beim ASV Lug/Schwanheim nach hartem Kampf mit 2:1. Ein Stürmer mit Oberliga-Erfahrung entscheidet die Partie.

Fußball-Landesligist SC Hauenstein steht nach einem 2:1-Sieg bei Bezirksliga-Neuling ASV Lug/Schwanheim in der zweiten Verbandspokalrunde. Allerdings lieferten die Platzherren dem Ortsnachbarn vor 450 Zuschauern einen harten Kampf und schrammten nur knapp an einer Verlängerung vorbei.

ASV-Co-Spielertrainer Yannick Roth, der wegen Knieproblemen nicht auf dem Rasen mitmischen konnte, lobte seine Mannschaft nach dem Abpfiff. „Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Wir haben Hauenstein bis weit in die zweite Hälfte geärgert, und auch unsere Moral war nach dem Rückstand sehr gut. Am Ende waren wir nur einen kleinen Tick schlechter“, befand der frühere Verbandsligaspieler des SCH.

Joker trifft gleichDer Favorit ging in der 66. Minute in Führung. Dem kurz zuvor eingewechselten Fidel Schmähling gelang nach Vorarbeit von Anesu Chagonda und Finn Kettenring mit einem Drehschuss in den rechten Torwinkel das 1:0 für den Sportclub, der mit dem ASV in allen Nachwuchs-Altersklassen eine Spielgemeinschaft bildet. Das freute Schmähling natürlich: „ Das war ein schönes Tor, und ich stand ja erst drei Minuten auf dem Platz.“

Doch nur zwei Minuten später gelang dem A-Klasse-Meister der Ausgleich. Ein Pass erreichte den an der Abseitslinie lauernden Paul Schwarzmüller. Hauensteins neuer Innenverteidiger, Dennis Wegmann, der ansonsten eine starke Partie ablieferte, war zu spät eingerückt. Schwarzmüller steuerte allein auf SCH-Keeper Hendrik Gräfe zu und traf mit überlegtem Schuss ins rechte Toreck. „Wir hätten nach dem 1:1 das Spiel etwas beruhigen sollen und nicht so schnell wieder in die Offensive gehen sollen“, befand der Torschütze später. „Am Ende waren wir nach intensivem Spiel doch ziemlich kaputt. Da konnte Hauenstein von der Bank doch gut nachlegen. Aber es war lange ausgeglichen, und wir sind sehr zufrieden.“

„Pflicht erfüllt“Der Landesligist hatte den ersten Durchgang dominiert, allerdings kaum Torgelegenheiten herausgespielt. Die beste vergab Thorsten Riggers, der in der 36. Minute nach schöner Vorarbeit von Rechtsaußen Matthias Seibel knapp über das Tor schoss. „Lug war ein harter Brocken. Es war das erwartet schwere Spiel – typisch Pokal eben. Aber wir haben ein gutes Spiel gezeigt und unsere Pflicht erfüllt. Deshalb bin ich zufrieden“, bilanzierte Hauensteins Trainer Philipp Weishaar, dessen Team am kommenden Mittwoch in der zweiten Runde beim Bezirksligisten FC Rodalben antreten muss.

Für den SCH-Siegtreffer sorgte nach 75 Minuten Rückkehrer Kevin Rose. Nach Flanke von Noel Kästner donnerte der Torjäger mit Oberliga-Erfahrung den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar flach ins untere linke Toreck. Roses Fazit: „Es war ein gelungener Auftakt in die Saison, auf dem wir aufbauen können. Auch für mich war das Tor im ersten Spiel natürlich gut. Das gibt auf alle Fälle Selbstvertrauen.“

Zufrieden und enttäuschtZuvor hatte Hauenstein versäumt, ein Tor zu machen. Kurz nach der Pause wurde ein Schuss von Matthias Seibel nach Flanke von Kettenring abgeblockt. Kurz nach dem 1:1 schoss Maximilian Seibel aus zehn Metern zentrale Position knapp am Tor vorbei. In der Schlussphase mobilisierten die Gastgeber nochmals alle Kraftreserven – vergeblich. „Am Ende sind wir zufrieden, aber auch ein wenig enttäuscht“, befand der stark spielende Kapitän und Abwehrchef des ASV, Sebastian Baron, und fügte hinzu. „Wir waren nicht weit von der Verlängerung entfernt und haben auch daran geglaubt. Am Ende war die individuelle Klasse entscheidend.“
Quelle

Quelle: Die Rheinpfalz Pirmasenser Rundschau
Datum Freitag, den 24. Juli 2026
von Peter Seibel

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