Im Elfmeterschießen versagen die Nerven – Pokalaus gegen den SV Steinwenden

In der 3.SWFV-Pokalrunde gegen den noch verlustpunktfreien Verbandsligisten kam leider das Aus, aber unsere Mannschaft zeigte eine gute, couragierte Leistung und verlor erst im Elfmeterschießen unglücklich mit 2:4 (1:3). Gegen die spielerisch starke Gästeelf waren wir von Beginn an deutlich präsenter, bissiger und zweikampfstärker als in den bisherigen Spielen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften kaum zu echten Torchancen kamen. Unsere Defensive um den starken Abwehrchef Leon Schehl stand endlich wieder geordnet, gewann fast alle Zweikämpfe und ließ die ambitionierten Gäste kaum in unseren 16er kommen. Nach vorne war zwar wiederum keine echte Durchschlagskraft erkennbar, unsere Stürmer warten weiter auf Erfolgserlebnisse und den Durchbruch, was aber gegen den höherklassigen Gegner auch kaum zu erwarten war. Einen tollen Angriff kurz nach der Pause konnte dann unser Hääschdner Jungspund Matthias Seibel mit einer Direktabnahme nach Rechtsflanke gekonnt zum umjubelten 1:0 versenken (53. Minute). Danach erhöhte Steinwenden den Druck und kam durch einen abgefälschten Schuss nach schöner Einzelaktion zum Ausgleich (62.). Aber unsere stabile Mannschaft ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, riss das Ruder wieder rum und gestaltete das Spiel wieder ausgeglichen. So blieb es in der regulären Spielzeit beim 1:1 und als in der Verlängerung die Gäste durch eine Zeitstrafe dezimiert wurden, waren wir am Drücker und bei mehreren Halbchancen nahe am Siegtreffer. Als kurz vor Spielende Christof Seibel allein vor dem gegnerischen Tor umgerissen wurde, wartete jeder – auch der Gegner – auf den Elfmeterpfiff. Allein der Schiri hatte nichts gesehen und so blieb es beim 1:1. Das Elfmeterschießen lief wie fast jedes der vergangenen Jahrzehnte, nachdem wir die ersten drei Elfer verschossen hatten und Steinwenden und 3 verwandelte, war die unglückliche Niederlage perfekt.Dennoch können wir aus diesem guten Auftritt Hoffnung und Selbstvertrauen tanken, um mit der gleichen Kämpferischen Einstellung die nächsten Aufgaben im Punktspielalltag positiv zu gestalten. /ck/ Im Elfmeterschießen versagen die Nerven VON PETER SEIBEL Gut gespielt und doch 2:4 verloren: Im Elfmeterschießen des Verbandspokal-Drittrundenspiels gegen den SV Steinwenden versagten den Landesliga-Fußballern des SC Hauenstein die Nerven. 1:1 hatte es nach der Verlängerung und großem Kampf gestanden.Der Sportclub verwandelte vor 200 Zuschauern keinen der ersten drei Elfer. Christof Seibel schoss drüber, Thorsten Riggers scheiterte an Steinwendens Torwart Luca Layes, und bei Tim Scherers Schuss sprang der Ball vom Innenpfosten ins Feld zurück. Erst der vierte SCH-Schütze, Bastian Skorski, traf zum 2:3. Beim Gegner waren zunächst Ex-FKP-Regionalligaverteidiger Sascha Hammann und Kaya Peterson erfolgreich; David Schehl schoss übers Tor. Als dann Nico Trapp das vierte Tor für den Verbandsligisten machte, war das Elfmeterschießen vorzeitig beendet. „Nach der guten Leistung war das echt schade. Aber von den ersten drei Elfern sollte man mindestens zwei im Tor unterbringen“, sagte der sportliche Leiter des SCH, Björn Hüther.Hauenstein hatte bei der Startelf gegenüber der Liga-Heimschlappe kräftig rotiert. Für den verhinderten Stammtorwart Hendrik Gräfe kam Neuzugang Robby Kustes zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz. Er machte seine Sache gut. Nach 83 Minuten entschärfte er einen Drehschuss von David Höft bravourös. Ansonsten wurde Kustes wenig geprüft. Am Ausgleich durch Schehls abgefälschten Schuss (64.) traf den Keeper keine Schuld. „Insgesamt bin ich ganz zufrieden. Der Ausgleich war natürlich ein ganz dummes Tor“, sagte Kustes. Außer ihm schickten die Hauensteiner Trainer Philipp Weishaar und Christof Seibel die Keiser-Zwillinge Jan und Tim sowie Anesu Chagonda und Matthias Seibel von Beginn an aufs Feld. Alle machten ihre Sache gut. Matthias Seibel, der die linke Schiene beackerte, erzielte bei einem beherzten Ausflug nach vorne seinen ersten Pflichtspieltreffer. Nachdem Kevin Rose im gegnerischen Strafraum den Ball erkämpft hatte, flankte Chagonda gefühlvoll auf den langen Pfosten zu Seibel. Dort traf der 20-Jährige mit hartem Flachschuss ins kurze Eck. „Das war eine überragende Flanke von Anesu“, lobte Seibel und fügte hinzu: „Wir haben 120 Minuten alles rausgehauen und gegen ein klassenhöheres Team nicht viel zugelassen.“ Tatsächlich verteidigte der Landesligist gegen den SVS, der seine ersten beiden Verbandsliga-Saisonspiele gewann und obendrein noch zwei Tage länger Pause hatte, sehr geschickt mit einer fehlerlosen Fünfer-Abwehrkette und gestattete dem Gegner in der ersten Hälfte keine echte Tormöglichkeit. Davor räumten die starken Sechser Maximilian Seibel und Noel Kästner fast alles weg. „Schade, dass am Ende etwas das Glück gefehlt hat. Wir hatten uns vorgenommen, nach den ersten beiden schwachen Spielen eine Reaktion zu zeigen“, erklärte SCH-Kapitän Maximilian Seibel. „Darauf können wir aufbauen und auch in der Liga wieder Spiele gewinnen.“ In der Offensive sorgten Chagonda, Rose und Tim Keiser immer wieder für Entlastung und auch Torgefahr. In der 106. Spielminute vergab der eingewechselte Riggers etwas überhastet die beste Hauensteiner Chance zur erneuten Führung. Auf der anderen Seite verfehlte Steinwendens Hammann mit einem Freistoß Hauensteins Tor nur knapp (70.). „Wir haben Steinwenden einen Riesenkampf geliefert. Wir waren defensiv sehr stabil. Das war uns heute wichtig“, zog SCH-Trainer Weishaar sein Fazit. Quelle: Rheinpfalz, Pirmasenser Rundschau vom 14. August 2026 – Lokalsport

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